Gruppentherapie

In der Praxis werden zwei Arten von Gruppen angeboten: psychodynamisch orientierte Gruppen für Patienten mit unterschiedlichen Problemlagen und bei Bedarf Stabilisierungsgruppen für Patienten mit Angststörungen, Stresserkrankungen und traumabedingten Störungen. Ein Einstieg in Gruppen ist zu bestimmten Zeitpunkten und meist ohne längere Wartezeit möglich. Die Teilnahme an einer Gruppentherapie wird von den Krankenkassen zu den gleichen Konditionen wie bei einer Einzeltherapie übernommen (Info).

Die psychodynamisch orientierten Gruppen für alle Patienten bietet eine gute Möglichkeit, an Beziehungsproblemen und Schwierigkeiten im Umgang mit sich selbst zu arbeiten. Die Teilnehmer bringen unterschiedliche Perspektiven und Anregungen ein und helfen mit, Fragestellungen kreativ zu bearbeiten, z.B. in einer Aufstellung oder Gruppenarbeit. Damit bietet eine Gruppe Möglichkeiten, die über die einer Einzeltherapie hinausgehen. Dafür, dass dies nicht in eine negative Richtung gehen kann, sorgen verbindliche Regeln und die professionelle Leitung. Die Gruppen sind relativ geschlossen, d.h. es werden nur zu bestimmten Zeitpunkte neue Teilnehmer aufgenommen. Es wird auch darauf geachtet, dass die Teilnehmer altersmäßig und von den Themen her zueinander passen. Die Gruppen finden einmal wöchentlich statt, momentan dienstags und donnerstags von 17.15 bis 19.00. Sie bietet eine eigenständige Therapie, können aber ergänzt werden durch Einzelstunden. Eine Einzeltherapie kann auch nachfolgen.

In den Stabilisierungsgruppen stehen bewältigungsorientierte Strategien (z.B. Selbstberuhigung, Ressourcenaktivierung, positive Ablenkung, Assertivität, Selbstanregung) im Mittelpunkt, die mit psychodynamischer Bearbeitung von verursachenden und begleitenden Faktoren kombiniert werden. Sie orientieren sich an neueren tiefenpsychologischen Manuals, die beides zu verbinden versuchen. Sie können ab drei Teilnehmern stattfinden. Die Teilnahme kann parallel zu einer Einzeltherapie erfolgen oder dieser vorangehen (z.B. in der Wartezeit). Termine und Dauer der Gruppen werden nach Bedarf flexibel festgelegt.

Wenn Sie noch nicht in der Praxis in Behandlung waren, werden nach einem Erstgespräch zunächst weitere Einzelgespräche durchgeführt, in denen über die Gruppen informiert und geklärt wird, ob sie zur individuellen Psychotherapie sinnvoll ist. Danach gibt es die Möglichkeit, probeweise an einem Gruppentermin teilzunehmen. Dadurch kann auch ausgeschlossen werden, dass wider Willen Bekannte in der Gruppe sind. Dann entscheiden Sie, ob Sie weiter teilnehmen wollen. Falls Sie sich dagegen entscheiden, ist eine ausschließliche Einzeltherapie meist erst nach einer Wartezeit möglich (Info).